Kategorie-Archiv: Forellen

Gewässertemperatur

Die Gewässertemperaturen spielen eine grosse Rolle beim Fischen.

Fische sind Kaltblüter und passen sich der Temperatur des Wassers an. Unter 6 Grad wird die Nahrungsaufnahme stark reduziert und die Fische beginnen träge zu werden. Sie halten sich in Grundnähe auf und schränken ihre Bewegungen stark ein.

Bei Temperaturen über 25 Grad sind die Fische ebenfalls bei der Nahrungsaufnahme beeinträchtigt.

Starke Temperaturstürze sind i.d.Regel nicht hilfreich für den Angler und können die Aktivität der Fische kurzzeitig zum Stillstand bringen. Im Winter können Temperaturanstiege in Frostperioden können hingegen zu guten Fangergebnissen führen. Weiterlesen

Bachforellen im Winter

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Am heutigen traumhaften Angeltag gelangen mir zwei schöne Bachforellen-Fänge. Die Temperaturen lagen um 9:00 Uhr bei ca. 1 Grad plus. Die Wassertemperatur habe ich nicht gemessen, stellte aber beim Händewaschen fest, dass sie gar nicht so unangenehm war. Die Eisfläche war nur noch sehr dünn und die Temperaturen im steigen begriffen. Mit auftreibenden Ködern, die ich sehr nah unter der Eisfläche platzierte klappte es perfekt.

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Interessanterweise waren die Fische sehr aggressiv, als sie meine Köder sahen. Sie schwammen sehr aufgebracht um die Köder (Bienenmaden und auftreibender Powerbait (weiss, schwarz und neon) herum. Die Bisse kamen jedoch nur sehr zögerlich. Daher verlor ich einige Fische. Ich stellte auf eine kleinere Hakengröße um und schon gelang es mir zwei wunderbare Bachforellen zu landen.

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Die Filets liessen sich sehr einfach herauslösen und bieten einen schmackhaften Anblick.

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Es lohnt sich nun die Augen aufzuhalten und ans Gewässer zu gehen.

Petri!

Euer Salmonidenfischer

Goldforelle (Oncorhynchus aguabonita)

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Foto: Rayfound – Public Domain

Die Goldforelle (Oncorhynchus aguabonita, Golden trout) ist einer Art der Lachsfische (Salmonidae). Sie wurde zunächst als Unterart der Regenbogenforelle beschrieben, wird inzwischen aber größtenteils als eigenständige Art anerkannt. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Nordamerika.

Die Goldforelle kann bis zu 71 cm groß und fast fünf Kilogramm schwer werden (dies ist der bisherige Weltrekord von 1948). Große Exemplare von über 30 Zentimeter Länge findet man vor allem, wenn sie in Seen oder Teichen ausgesetzt und gemästet werden.

In der Regel erreicht diese Forelle aber höchstens 30 Zentimeter Länge. Ab 15 Zentimeter Länge sind die Fische erwachsen und geschlechtsreif. Die Körperform ist torpedoartig, seitlich leicht zusammengedrückt. Am Rücken ist die Goldforelle olivegrün, auf den Seiten und am Bauch gelbgold gefärbt, mit roten horizontalen Bändern entlang der Seitenlinie und mit etwa zehn dunklen, breiten, senkrechten, leicht ovalen Balken, die an die Jugendfärbung anderer Forellenarten erinnert. Rücken-, Brust- und Afterflossen besitzen weiße Ränder.

Die Maxillare reicht bis leicht hinter das Auge, der Kopf ist verhältnismäßig lang, am Ende stumpf und etwa 3 3/4 mal in der Körperlänge enthalten. Die Schuppen (160 bis 180 in der Längsreihe, mit ca. 123 Poren in der Seitenlinie) sind sehr klein, rund und nicht dachziegelartig.

Beschrieben wurde die Art aus Kalifornien und dort aus dem South Fork Kern River und dem Golden Trout Creek, der sogar nach ihr benannt wurde. Die Forelle aus dem Main River und Little Kern River gilt verschiedentlich sogar als Unterart Oncorhynchus aguabonita gilberti. Allerdings sind sich die Taxonomen ihrer Zuordnung nicht ganz einig, da sie gelegentlich auch als Unterart der Regenbogenforelle gilt.

Der Artname ist aus den spanischen Wörtern agua für Wasser und bonita für hübsch zusammengesetzt, und bezieht sich auf den Namen eines Wasserfalls bei der Typuslokalität. Es gibt einen Unterschied zwischen der Goldforelle und der “Goldenen Regenbogenforelle”, die auch als “Palomino Forelle” bekannt ist und lediglich eine Farbvariante der Regenbogenforelle darstellt.

Die Goldforelle wird derzeit nicht auf der Liste bedrohter Tierarten geführt, allerdings bewirkten Jahre der Überfischung, fischereiliches Missmanagement und Konflikte mit eingesetzten Fremdarten, dass diese Art beinahe als bedroht eingestuft wurde. Eingesetzte Bachsaiblinge machten ihr die Nahrung streitig, Bachforellen betätigten sich als Räuber und eingesetzte Regenbogenforellen hybridisierten mit ihr, wodurch der natürliche Genpool durch Introgression beschädigt wurde. Jahrzehntelang schrumpften die Bestände deshalb stetig. Schließlich schloss das California Department of Fish and Game im September 2004 einen Vertrag mit Bundesbehörden, an Renaturierungsmaßnahmen zu arbeiten. Naturschützer beabsichtigen auch, die Goldforelle in andere Gewässer zu verbringen, wie etwa den Lake Mohave in Nevada und Arizona.

Quelle: Wikipedia und eigene

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Marmorata Forelle (Salmo trutta marmoratus)

Die Marmorierte Forelle oder Marmorataforelle (Salmo trutta marmoratus) ist eine im Süßwasser lebende, großwüchsige Unterart der Forelle (Salmo trutta). Sie gehört zur Familie der Lachsfische (Salmonidae).

Sie kommt in großen Fließgewässern und Nebenflüssen vor, die in die nördliche Adria einmünden. Aufgrund ihrer namensgebenden Musterung ist sie von anderen Forellenarten unterscheidbar. Die Marmorierte Forelle kann über 10 Jahre alt werden und eine Körperlänge von 1,20 Meter erreichen. Das größte, tot aufgefundene weibliche Exemplar wog 24 kg, jedoch gibt es Berichte über Fänge bis 30 kg.

Die Marmorierte Forelle besitzt einen torpedoförmigen Körper der seitlich abgeflacht ist und somit der Strömung nur wenig Angriffsfläche bildet. Sie trägt starke Flossen, wobei die Schwanzflosse nicht eingebuchtet ist. Sie trägt kleine Schuppen. Das Farbspektrum reicht von grau, grün bis braun und ist vom jeweiligen Gewässer abhängig. Erst im Alter von circa zwei Jahren wird die Marmorierung deutlich sichtbar. Die Musterung überzieht den gesamten Körper, außer die Flossen. Durch das Fehlen der roten Punkte kann man die marmorierte Forelle von der Bachforelle und Hybridformenunterscheiden. Ihr Kopf wirkt bullig und die Maulspalte reicht bis hinter das Auge. Sowohl Mund als auch Zunge sind mit kräftigen Zähnen besetzt, was auf eine räuberische Lebensweise hinweist. Weiterlesen

Adriaforelle – Salmothymus obtusirostris

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Die Adria-Forelle wurde als Salmothymus obtusirostris von vielen Autoren in eine eigene Gattung gestellt. Diese Klassifizierung gilt auf Grund von phylogenetischen Untersuchungen als überholt.

Im Vergleich zur Forelle (Salmo trutta) hat sie einen sehr kurzen Kopf mit stumpfer Schnauze. Die Schwanzflosse ist viel stärker eingebuchtet. Der Fisch wird normalerweise nicht über 50 Zentimeter lang und hat einen verhältnismäßig gedrungenen Körper. Das größte bekannte Exemplar erreichte eine Länge von 70 Zentimetern. Der Oberkiefer ist sehr breit und kurz, die Bezahnung schwach. In der Färbung ähnelt diese Art der Bachforelle (Salmo trutta fario).

Der nicht wandernde Süßwasserfisch ist auf Flüsse der Karst-Gebiete im Dinarischen Gebirge beschränkt. Als Unterarten wurden beschrieben: Salmo obtusirostris oxyrhynchus Steindachner, 1882 aus der Neretva und ihren Nebenflüssen Buna in Bosnien und Herzegowina und Vrljika in Kroatien, Salmo obtusirostris salonitana Karaman, 1927 aus dem Jadro, Salmo obtusirostris krkensis Karaman, 1927, aus der Krka in Kroatien und Salmo obtusirostris zetensis (Hadzisce, 1960) aus der Zeta in Montenegro. Die Validität dieser Taxa ist unsicher.

In allen Teilen ihres Verbreitungsgebietes, das zusammen nur etwa 500 km² groß ist, wird die Adria-Forelle durch Dammbauten, häufig illegale Überfischung und Hybridisierung mit eingeführten Forellen gefährdet.

Quelle: Wikipedia, eigene

Weichmaulforelle (Salmo obtusirostris oxyrhynchus)

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Die Weichmaulforelle (Salmothymus) wurde erstmals von Heckel (1851) beschrieben.

Diese Forellenart ist eine Mischung aus Forelle (Salmo) und Äsche (Thymallus). Weichmaulforellen bewohnen endemisch klare, kalte und sauerstoffreiche Gewässer in den mittleren und oberen Flussregionen der Drina, Neretva, Krka und Jadro (Bosnien, Kroatien, Montenegro und Serbien).

Aufgrund der geografischen Isolation haben sich die Populationen in diesen Adria-Zubringern differenziert und sind 4 Unterarten zuzuordnen. Alle Unterarten sind durch die Vermischung mit Bachforellen, Überfischung und Habitatverlust gefährdet. Drei Arten sind vom Aussterben bedroht. Weichmaulforellen erreichen eine Körperlänge von bis zu 50 cm und ein Gewicht von bis zu 5 kg.

Man kann sie durch eine abgerundete Schnauze, kleine und fleischige Lippen sowie Kieferknochen, die kurz und breit sind erkennen. Der Rücken ist grau-gelb und ohne Flecken am Rücken. Schwarze und rote Punkte befinden sich an der Seite des Körpers. Die Flossen sind ohne jegliche Punkte.  An der Rückenflosse sind sie leicht sichtbar.

Einer der besten Bestände sind die Forellen an der Neretva in Bosnien. Diese Population wird der Unterart oxyrhynchus zugeordnet. Die Laichzeit ist im März, in den tieferen Teilen des Flusses, über Kies- und Sandflächen.

Der Kopf der Weichmaulforelle ähnelt dem des Spitznasen-Lenok (Brachymystax Lenok).  Oft wird der Name des Lenok manchmal als Weichmaulforelle ins Deutsche übersetzt.

Analysen haben gezeigt, dass die Weichmaulforelle zur Bachforelle verwandt ist. Sie wird heute bei Salmo zugeordnet, wobei manche Autoren Salmothymus als Untergattung beibehalten.