Kategorie-Archiv: Köder

Forellen und Frösche

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Forellen fressen auch Frösche. Man kann sich das sehr schwer vorstellen, aber die Geschichte ist wahr. Als Beweis für das teils aggressive Verhalten der Salmoniden habe ich einen Youtube-Film gefunden, der eindeutig zeigt, dass Forellen auch Frösche “nehmen”. In diesem Fall streiten gar zwei Forellen um diesen grossen “Happen.”

Hier ist der Link zum Film:

Forellenjagd auf Frosch

Auf dem o.a. Foto seht Ihr einen schönen Froschköder, der sowohl zur Forellen, als auch zur Hechtjagd verwendet werden kann. Diese wunderschöne Stück konnte ich in einem Angelladen ergattern, der es zum Ausverkauf gestellt hatte. Verschiedenfarbige Beine befanden sich zusätzlich in der Schachtel.

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Forellenköder – Koppe – Mühlkoppe – Groppe

Heute war ich seit längerer Zeit mal wieder einem Angelladen. Das mache ich nicht sehr oft, da es immer viel Geld kostet, dort hineinzugehen. ;-)

Auf der Theke lag heute ein interessanter Forellenköder, den ich Euch unbedingt vorstellen möchte:

Eine Koppe, die stark mit Blei beschwert ist und die man über den Flussboden ziehen kann. Der Haken ist nach oben ausgerichtet, um möglichst nicht hängenzubleiben.

Die Imitation ist mehr als gelungen finde ich.

Hier noch ein paar Infos zum Top-Forellenköder Koppe:

In Deutschland und in Österreich wurde die Koppe (auch: Mühlkoppe oder Groppe) gemeinsam zum Fisch des Jahres 2006 gewählt.

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Köderfarben und -wahrnehmung im Wasser

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Liebe Spezialisten,

heute möchte ich Euch ein Thema näherbringen, über das wir uns vor dem Angeln Gedanken machen sollten. Bei der Wahl unserer Angelköder können wir nicht ignorieren, daß verschiedene Farben in unterschiedlichen Wassertiefen unterschiedlich wahrgenommen werden. Um unsere Chancen auf gute Fänge zu optimieren sehen wir uns kurz die o.a. Grafik/Tabelle an. (Bitte Bild anklicken)

Man kann erkennen, daß bestimmte Farben in grösseren Tiefen besser zu erkennen sind als andere. Für Angler, die in klassischen Baggerseen mit maximaler Tiefe von ca. 5m fischen, ist die Köderfarbwahl aus meiner Sicht nicht von entscheidender Bedeutung.

Fischen wir jedoch in tiefen Gewässern kommen die o.a. Ergebnisse ins Spiel. Beispielsweise verlieren rote gefärbte Köder ihre Wirkung in Wassertiefen von ca. 5m. In grösseren Tiefen verschwimmt die Farbe Rot zusehends in Richtung blau.

Alle Farben verändern sich tendenziell in Richtung blau-schwarz. Beispielsweise können grüne Köder auch in Tiefen bis 45m noch wahrgenommen werden, bevor sie sich in Richtung bläulicher Farbe “auflösen”.

Besonders beim Renkenfischen in grösseren Tiefen sollte man wissen, wie sich die verschiedenen Nymphenfarben auf die Fängigkeit auswirken können. Die Technik, die Hegene auf und ab zu bewegen führt zu einer höheren Chance, dass der Fisch die Nymphen und deren Farben besser wahrnehmen kann. Reize, die durch glitzernde Fäden ausgelöst werden erhöhen natürlich ebenfalls unsere Fangchancen.

Ist der Himmel bedeckt kann sich das natürlich auch auf unsere Köderfarbwahl auswirken. Als Grundregel gilt: Bei bedecktem Himmel und geringem Lichteinfall sind blaue bis schwarze Köder oft fängiger als andere. Fischen wir beispielsweise mit einem Sbirolino in grosser Tiefe und verwenden dabei Forellenteig, werde ich erfahrungsgemäss dunkleren Teigen der Vorzug geben. An sonnigen Tagen mit viel Licht entscheidet die Wassertiefe bzw. der Fisch, welche Farbe erfolgreicher ist. Sie können mit dunkleren Farben Ihre ersten Fangversuche starten, bevor Sie sich den “Farbigen” hingeben. Sollten Sie in Flachwasserbereichen fischen, dann sind natürliche Farben von Beutefischen zu verwenden.

Jedes Gewässer hat seine Eigenheiten, die es zu erforschen gilt. Experimentieren sowie das  Auswerten der Fangergebnisse sind unerlässlich um “klarer” zu sehen.

Tight Lines!

Forellenteige im Stillwasser (Anleitung)

Forellenteige (Adlink) werden in einer grossen Vielzahl dem Angler angeboten. Um einen kleinen Überblick zu erhalten, welche Teige man beim Fischen sinnvoll einsetzen kann habe ich ein kleines Youtube Video veröffentlicht. Im Video werden der gezielte Einsatz von Farben und Gerüchen der verschiedenen Teige besprochen.

Viel Spass beim ansehen!

Der Forellenteig

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Der Forellenteig ist ein künstlicher Teig in verschiedenen Farben, der mit starkem Geruch angereichert ist. Die bunten Farben dienen dazu, den Fisch auf den Köder aufmerksam zu machen. Das abgesonderte Aroma enthält Lockstoffe, die unsere Fische aus dem Futter der Zuchtanlage kennengelernt haben.

Der Teig lässt sich sehr gut formen und kann am Sbirolino verführerisch durch das Angelgewässer geführt werden.

Mit auftreibenden Teigen ist es möglich, den Köder über dem Grund anzubieten um Wasserpflanzen auszuweichen. In den Wintermonaten stehen die Fische meist in Grundnähe und können somit gezielt befischt werden.

Bei Bachforellen und Saiblingen funktioniert der Köder aus meiner Erfahrung nur eingeschränkt. Regenbogenforellen sind erfolgreicher mit dem Forellenteig befischbar.

Der Teig ist in verschiedenen Farben erhältlich. Grundsätzlich gilt, dass man bei klarem Wasser eher dunklere Teige einsetzten sollte. Bei trübem Wasser sind helle Teige erfolgreich.

Die Teigsortimente sind mit viele verschiedenen Gerüchen angereichert und können entsprechend ausprobiert werden.

Manche Teige sind zusätzlich mit Glitterstückchen angereichert um bei den Salmoniden eine höhere Aufmerksamkeit zu erregen.

Gerade bei Angelweihern, in denen Forellen aus der Fischzucht besetzt wurden halte ich den Forellenteig für einen der fängigsten Köder.

Aus meiner Sicht sollte der Teig nur an künstlichen Forellengewässern eingesetzt werden. Hier kann der Fischer i.d.R. keine untermassigen Fische verletzen, da der Köder vom Fisch geschluckt wird.

Shrimps als Angelköder

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Liebe Salmonidenfischer,

sehen wir uns mal den Shrimp als klassischen Angelköder auf Forellen an.

Was können diese Köder leisten?

Shrimps bestehen fast ausschliesslich aus Eiweiß, das als Nahrung für unsere Salmoniden sehr wichtig ist.

Aus meiner Sicht sind Shrimps insbesondere bei kühlen Temperaturen erfolgversprechender.

Beachten sollte man, dass man wenn möglich rohe Shrimps kauft, da diese deutlich besser am Haken haften als gekochte Shrimps.

Um den Shrimp optimal anzuködern sind grössere Haken unabdingbar. 6er bis 8er Hakengrössen solltet Ihr auf jeden Fall dabeihaben.

Shrimps sehe ich als Ersatzköder an, der nur an bestimmten Angelgewässern Erfolg verspricht. Wenn man bei einem überfischten Gewässer den Köder variiert sind die kleinen weissen Tiere immer interessant.

Was ich sicher sagen kann, ist dass ich gesehen habe, wie Saiblinge einige Shrimps direkt vom Grund gefressen haben. Sollten also Saiblinge in Eurem Gewässer hausen, die schwer zu fangen sind, dann müsst Ihr den Shrimpköder unbedingt ausprobieren.

Auch Bachforellen nehmen den Köder in Flüssen vom Grund, wenn es wenig Alternativen auf dem Speisezettel gibt.

In Summe sehe ich die Erfolgschancen beim “Shrimpsangeln” auf Salmoniden jedoch deutlich geringer an als bei den herkömmlichen Angelködern wie Forellenteigen, Bienenmaden, Nymphen usw.

Trotzdem viel Glück!

Euer Salmonidenfischer