Kategorie-Archiv: Montagen

Bodentaster-Montage – Grundmontage

Der Bodentaster ist eine Grundmontage.

Bodentaster

Bei kalten Temperaturen stehen die Forellen oft knapp über dem Grund. Nach dem Auswerfen sinkt der Bodentaster durch den Auftriebskörper sehr langsam ab. Ein Bodentaster steht immer aufrecht unter Wasser auf dem Grund. Daher ist er auch auf schlammigem Grund einsetzbar. Damit kann man mit einem Bodentaster auf jedem Grund sinnvoll angeln. Die Schnur läuft sauber durch die Öse. Damit kann der Köder bei einem Biss frei ablaufen ohne dass der Fisch einen Widerstand spürt. 

Forellenköder zum Flussangeln (Kunstköder)

Hallo liebe Spinnfischer,

im folgenden Video werden einige sehr erfolgreiche klassische Salmonidenkunstköder gezeigt und deren Einsatz besprochen. Das Video ist der 1. Teil unserer Tutorialserie zum Thema Angelköder zum Salmonidenfischen.

Im Video werden Blinker, Spinner, Gummifisch, Goldkopfnymphe sowie der Streamer besprochen. Die Drillinge der gezeigten Köder solltet Ihr beim Flussangeln durch Einfachhaken ersetzen und den Widerhaken andrücken, um nicht massige Fische nicht zu stark zu verletzen, bevor Ihr sie zurücksetzt.

P.S.:  Beim dem schon auf dem Blog besprochenen Mozzi-Blinker könnt Ihr sehen, dass die Oberflächenstruktur durch die vielen Angriffe von Forellen schon sehr stark gelitten hat. ;-)

Viel Spass beim Zusehen

Euer Salmonidenfischer

Strömungsmontage für Köderfische im See

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Liebe “Stellfischfreunde” und “Großforellenjäger”,

heute zeige ich Euch eine Montage, die mir die letzten Tage am Angelsee aufgefallen ist. Die Montage ist insbesondere für Raubfischangler geeignet, die mit totem Köderfischen in Seen angeln, deren Wasser sich unter einer leichten Strömung bewegt. Die permanente Wasserbewegung macht dem klassischen Posenangler immer wieder Probleme. Hier ist eine Lösung, die sich auch der Salmonidenfischer zunutze machen kann:

Was ist zu tun?

1. Man fädelt ein Laufblei (Birnenblei) auf die Hauptschnur

2. Nun wird ein Schnurstopper auf der Hauptschnur angebracht

3. Danach ziehen wir eine Laufpose mit mind. 8 Gramm Tragkraft auf die Hauptschnur

4. Es folgt ein Röhrchen mit ca. 50 cm Länge und geringem Gewicht (Baumarkt)

5. Nun folgt die zweite Laufpose

6. Der Wirbel wird jetzt angebracht

7. Der tote Köderfisch wird mit einem Drilling befestigt und am Wirbel eingehängt. (Stahlvorfach)

Welche Auswirkung hat diese Montage?

  • Mit dem Schnurstopper legt Ihr die Wassertiefe fest, in der der Köderfisch stehen soll.
  • Das Laufblei hält die Montage auf dem Gewässergrund fest, sofern das Gewicht für die Strömungsverhältnisse ausreichend ist.
  • Salmonidenangler können mit dieser Montage auch andere beliebige Köder verwenden, die es im Normallfall an der Pose einfach wegtreiben würde.
  • Das Röhrchen bewirkt, dass der Köder von der Hauptschnur ferngehalten wird. Sofern Ihr die Vorfachlänge kürzer gestaltet ist als die Röhrchenlänge ist ein verheddern praktisch unmöglich.
  • Die Posen geben Euch die Möglichkeit jederzeit die Anbisse zu sehen. Zu beachten ist lediglich die eingeschränkte Möglichkeit einen optimalen Anhieb zu setzen. Hier ist volle Konzentration vom Angler gefordert. Nun kann es sich der Angler gemütlich machen und muss nicht permanent die Montage neu auswerfen, weil die Strömung den Köder weggetrieben hat.
  • Zum Angeln solltet Ihr unbedingt eine lange Rute verwenden um die Montage optimal ausbringen zu können.

 

Zittern und Bibbern mit Forellenschmuck

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Tremarella-Technik nennt sich die moderne Fischerei auf Salmoniden.

Dabei wird eine sehr feine, stark schwingende, leichte Tremarella-Rute verwendet, mit deren Hilfe man den Köder mit den verschiedenen “Ketten” durch starke Schwingungen für den Fisch attraktiver machen möchte.

In zahlreichen Tests wurde die Fängigkeit dieser Methode nachgewiesen. In Italien ist die Methode bereits seit Jahren im Einsatz. Im Gegensatz zur “Faulenzermethode”, bei der man lediglich einen Köder an der Pose anbietet, übt die Tremarella-Angelei wegen ihrer Bewegungen des Köders starke Reize auf die Fische aus.

Die oben zu sehenden Ketten bieten dem Angler die Möglichkeit in verschiedenen Wassertiefen zu fischen.

Durch die Bewegungen der Ketten werden auch Geräusche verursacht, die den Fisch an das Füttern mit Pellets erinnern sollen.

Dieser Forellenschmuck (Adlink) ist also durchaus ein interessantes Vehikel um die Methode auszuprobieren.

Viel Spass dabei!

 

Montage zum Fischen mit der Hegene vom Ufer

Hallo liebe Fischer,

heute war ich mal wieder mit meinen Freunden draußen am Weiher. Ich fischte mit folgender Montage mit einer Hegene auf Salmoniden.

Hegenemontage1

 

Die Montage ist sehr gut, da die Hegene sich immer kurz über dem Grund befindet, egal in welcher Gewässertiefe man fischt. Die Unterwasserpose richtet die Hegene in einen aufrechten Zustand, da sie durch den Auftrieb in Richtung Wasseroberfläche schwimmt. Nun wartet man auf den Anbiss des Fisches. Ein kleiner Nachteil dieser Montage ist vielleicht darin zu sehen, daß man keinerlei Bissanzeiger hat und damit die Rute ununterbrochen im Auge haben muss, um den Anbiss frühzeitig zu erkennen

Heute hatten wir eine Idee. Wir überlegten uns wie wir dieses Problem lösen konnten. Nach ein paar Minuten kamen wir auf folgende Lösung.

Hegenemontag2

Wir befestigen zuerst Schnurstopper 1. Diesen schieben wir zwischen 5m und 10m (je nach vermuteter Wassertiefe) auf die Hauptschnur. Die meisten Gewässer (Weiher und Angelseen) haben aus meiner Sicht eine Wassertiefe von maximal 5m bis 10m. Da wir an verschiedenen Stellen angeln möchten und nicht jedesmal die Wassertiefe perfekt ausloten können nutzen wir die Durchlaufpose (Float) um einen Biss- bzw. Bewegungsanzeiger auf der Wasseroberfläche zu haben, an dem wir uns orientieren können. Als Float-Pose verwenden wir eine Pose, die oben eine Signalfarbe (z.B. rot) und auf der Unterseite schwarze ist. Die Pose sollte an einer Seite bebleit sein, damit sie sich immer mit der Siganlfarbe nach oben aufstellt. Sie können natürlich auch eine normale Durchlaufpose verwenden.

Für tiefere Bergseen ist die Montage eher nicht geeignet, da wir den Schnurstopper sehr weit auf der Hauptschnur nach oben bringen müssten. Der Float liegt damit auf der Wasseroberfläche und dient uns jetzt als Bissanzeiger.

Nun befestigen wir Schnurstopper 2, der nur dazu dient, die Unterwasserpose aufzuhalten. Diese bringt unsere Hegene in eine senkrechte Position. Nachdem wir nun die Unterwasserpose montiert haben, wird der Wirbel befestigt. Am Wirbel hängen wir nun die Hegene mit dem Birnenblei ein und werfen die Montage aus. Nun haben wir den Doppeleffekt, dass die Hegene immer senkrecht, knapp über dem Grund steht und wir zusätzlich einen Bissanzeiger an der Oberfläche beobachten können.

Viel Spass beim ausprobieren.

Euer Salmonidenfischer

Hegenefischen vom Ufer

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In den letzten Jahren hat das Hegenefischen immer mehr Anhänger gefunden. Besonders in der Alpenregion ist das Fischen mit dem “Hegene-Paternoster” sehr erfolgversprechend. Man stellt den Fischen (Saiblinge, Renken und Seeforellen) vom Boot oder vom Ufer mit der Hegenefischerei nach.

Beim Hegenefischen wird die Bewegung von Insektenlarven imitiert, die unsere Fische zum anbeissen verführen sollen.

Im März beginnen die ersten Fischer Ihre Hegenen in den erwärmten, flacheren Uferbereichen auszubringen.

Mit dieser Angelart wollen wir uns heute beschäftigen.

Welche Ausrüstung benötigen wir?

Als Rute bietet sich eine lange, 3,30m bis 4,20m lange Rute an, mit der wir das lange Paternostervorfach ausbringen können. Um den Köder auf Entfernung ausbringen zu können, müssen wir weit werfen. Da der angebrachte Hegenenschwimmer den Wurf durch seinen Luftwiderstand abbremst, sollten wir mindestens eine Rute Wurfgewicht von 40gr. einsetzen, die wir mit einer entsprechenden Bebleiung versehen.

Die Rolle sollte mindestens 150m monofile Schnur in der Stärke 0,16 mm bis 0,22 mm fassen. Die monofile Schnur ist wichtig, da bei niedrigen Aussentemperaturen im Frühjahr geflochtene Schnüre oftmals gefrieren und somit das Angeln deutlich behindern können.

Als Hegene verwenden wir Paternostersysteme mit 3 bzw. 5 Springern.

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Abb.: Hegenenschwimmer mit Goldkopfnymphenmontage

Der Hegenenschwimmer wird durchlaufend montiert, um verschiedene Gewässertiefen einfach befischen zu können.

Nun wird ausgeworfen und gewartet. Bei Wind und Wellengang hüpft der Hegenenschwimmer immer wieder auf und ab. Damit bewegt er die Nymphen unserer Hegene verführerisch unter Wasser.

In unserem Verein haben wir die Erfahrung gemacht, dass es nicht immer einfach ist, die besetzten Saiblinge an die Angel zu bekommen. Diese sind oft sehr schwer zu fangen. Mit der Hegene solltet Ihr es auf alle Fälle einmal versuchen, da diese Angelart nicht sehr häufig an unseren Weiher betrieben wird. Das erhöht Eure Fangchancen beträchtlich, da sich die Fische unvoreingenommener an diesen Köder heranwagen.

Viel Glück!

Euer Salmonidenfischer