Köderfarben und -wahrnehmung im Wasser

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Liebe Spezialisten,

heute möchte ich Euch ein Thema näherbringen, über das wir uns vor dem Angeln Gedanken machen sollten. Bei der Wahl unserer Angelköder können wir nicht ignorieren, daß verschiedene Farben in unterschiedlichen Wassertiefen unterschiedlich wahrgenommen werden. Um unsere Chancen auf gute Fänge zu optimieren sehen wir uns kurz die o.a. Grafik/Tabelle an. (Bitte Bild anklicken)

Man kann erkennen, daß bestimmte Farben in grösseren Tiefen besser zu erkennen sind als andere. Für Angler, die in klassischen Baggerseen mit maximaler Tiefe von ca. 5m fischen, ist die Köderfarbwahl aus meiner Sicht nicht von entscheidender Bedeutung.

Fischen wir jedoch in tiefen Gewässern kommen die o.a. Ergebnisse ins Spiel. Beispielsweise verlieren rote gefärbte Köder ihre Wirkung in Wassertiefen von ca. 5m. In grösseren Tiefen verschwimmt die Farbe Rot zusehends in Richtung blau.

Alle Farben verändern sich tendenziell in Richtung blau-schwarz. Beispielsweise können grüne Köder auch in Tiefen bis 45m noch wahrgenommen werden, bevor sie sich in Richtung bläulicher Farbe “auflösen”.

Besonders beim Renkenfischen in grösseren Tiefen sollte man wissen, wie sich die verschiedenen Nymphenfarben auf die Fängigkeit auswirken können. Die Technik, die Hegene auf und ab zu bewegen führt zu einer höheren Chance, dass der Fisch die Nymphen und deren Farben besser wahrnehmen kann. Reize, die durch glitzernde Fäden ausgelöst werden erhöhen natürlich ebenfalls unsere Fangchancen.

Ist der Himmel bedeckt kann sich das natürlich auch auf unsere Köderfarbwahl auswirken. Als Grundregel gilt: Bei bedecktem Himmel und geringem Lichteinfall sind blaue bis schwarze Köder oft fängiger als andere. Fischen wir beispielsweise mit einem Sbirolino in grosser Tiefe und verwenden dabei Forellenteig, werde ich erfahrungsgemäss dunkleren Teigen der Vorzug geben. An sonnigen Tagen mit viel Licht entscheidet die Wassertiefe bzw. der Fisch, welche Farbe erfolgreicher ist. Sie können mit dunkleren Farben Ihre ersten Fangversuche starten, bevor Sie sich den “Farbigen” hingeben. Sollten Sie in Flachwasserbereichen fischen, dann sind natürliche Farben von Beutefischen zu verwenden.

Jedes Gewässer hat seine Eigenheiten, die es zu erforschen gilt. Experimentieren sowie das  Auswerten der Fangergebnisse sind unerlässlich um “klarer” zu sehen.

Tight Lines!

2 Gedanken zu „Köderfarben und -wahrnehmung im Wasser

  1. Timo

    Wir wollen auch bald wieder raus ans Wasser. Hecht und Zander sind unsere Zielfische. Da werden wir auch mal ein paar Köder testen und darauf achten, welche Farben gut gehen.

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  2. Sascha

    Hallo Gerd
    Ich bin zwar ein nur ein Karpfenangler, dennoch hat mich dein Beitrag zum Thema Köderfarben fasziniert. Ich habe zwar schon mal was davon gehört, dennoch noch nie mit meinem Angeln in Verbindung gebracht. Eventuell können deine Vorgaben auch beim Angeln mit Boilie von vorteil sein. Danke nochmal und mach weiter so. Echt super informative Seite!

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