Die klassische Forellenrute

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Wenn wir uns an die Situation erinnern, als wir das erste Mal ein Angelgeschäft betraten und ehrfürchtig vor dem “Rutenwald” standen, waren wohl die meisten von uns völlig überfordert. Eine Angelausrüstung zu kaufen wirkte schon fast wie eine Doktorarbeit.

Als Angler, der gerade seine Fischerprüfung hinter sich hatte, konnten wir nicht annähernd abschätzen welche Angelrute wohl die Richtige für uns sein könnte. Mir wurde damals eine Allroundrute empfohlen, um auf alle Gegebenheiten des Angelns reagieren zu können. Von Forelle über Karpfen bis Hecht konnte ich mit dieser Rute viele verschiedene Fische fangen.

Für jemanden der Angeln als “Zwischendurch-Hobby” betrachtet mag diese Art von Angelrute die richtige Wahl sein. Für mich war es die falsche Entscheidung. Da ich viel Zeit an den verschiedenen Angelgewässern verbringe, stellte ich fest, dass es für mich nur Sinn machte Spezialruten für verschiedene Zielfische zu kaufen.

Was bedeutet das?

Die Angelrute ist genau auf den Zielfisch abgestimmt, d.h. die Aktion, Wurfgewicht, Länge und Gewicht passen in unserem Fall exakt zum beangeln von Salmoniden.

Ich bin der Meinung, dass jeder Angelanfänger auf jeden Fall eine Forellenrute kaufen sollte, mit der er optimal auf diesen Zielfisch angeln kann. Mit dieser Angelrute kann er die meissten Salmoniden perfekt angehen. Forellen und Saiblinge werden in unseren Anglerleben immer wieder unseren Weg kreuzen. Daher bin ich der Meinung der Anfänger sollte sich gleich das optimale Material kaufen und sich nicht auf Allroundlösungen einlassen. Meisst ärgert man sich später und kauft sich später doch die passende Rute. Damit zahlt man doppelt.

Wie sieht die passende Forellenrute aus?

Die Länge der Rute sollte zwischen 2,40m und 2,70m liegen.

Das Wurfgewicht liegt zwischen 10 Gramm und 30 Gramm. Damit können Sie die meisten Köder problemlos auf verschiedene Entfernungen ins Wasser werfen.

Die Aktion der Rute sollte die Fluchten unserer Salmoniden jederzeit gut abfedern können. Die Rute sollte daher jederzeit gut nachgeben, da man mit nicht allzu dicker Schnnur auf Salmoniden angelt. Die Angel muss jederzeit dafür sorgen, dass die Schnur keinesfalls beim Drill abreissen kann.

Das Gewicht der Rute sollte relativ leicht sein, da man die Rute auch zum Spinnfischen verwenden kann. Ermüdungsfreies Angeln ist nur mit einer leichten Rute auf Dauer möglich.

Ich persönlich tendiere zu zweiteiligen Steckruten, die ich für wesentlich wiederstandsfähiger halte als Teleskopruten. Ich bewege mich mit dem Auto ans Gewässer. Daher spielt die Packlänge der Rute keine bedeutende Rolle für mich. Solltet Ihr die Rute mit dem Fahrrad transportieren müssen, kann ich Euch die Teleskop- oder vierteilige Steckrute empfehlen. Deren Packlänge sind i.d.R. kürzer als die der zweiteiligen Steckrute.

4 Gedanken zu „Die klassische Forellenrute

  1. Stefan

    Eine schöner übersichtliche Einführung in die Forellenangeln.
    Bei der Länger der Forellenrute würde ich aber noch die Gegebenheiten des Gewässers einbeziehen. Wir fischen an einem sehr kleinen Bach auf Forellen, der sehr dicht mit Büschen bewachsen ist. Da fällt das Werfen und das Angeln auf Forellen mit einer kürzeren Forellenrute viel leichter. Sonst kann ich deinen Aussagen nur zustimmen. Toller Bericht.

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  2. Werner

    Sehr schöner Artikel. Habe mich vor kurzem auch mit dem Thema Forellenruten beschäftigt. Würde mich daher freuen wenn du auch bei uns vorbeischauen würdest.

    VG und Petri!

    Werner

    Antworten

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