Die Seeforelle – Salmo trutta lacustris

Die Seeforelle ist ein Salmonide, der  in großen sauerstoffreichen Seen lebt. Der Fisch ist eine großwüchsige Form der Forelle (Salmo trutta). Die Salmo trutta lacustris (Linnaeus, 1758) ist keine Unterart der Forelle, sondern lediglich eine großwüchsige Population, die untereinander nicht näher miteinander verwandt ist. Seeforellen findet man in Mitteleuropa, Skandinavien, Baltikum, Nordrussland, den Britischen Inseln und Island.

Seeforellen sind in der Regel Wanderfische, die zum Ablaichen in die Zuflüsse ihrer Wohngewässer aufsteigen. Sie laichen nur gelegentlich in den Seen selbst. Die Laichzeit dauert von September bis Dezember. Ein Weibchen legt dann pro Kilo Körpergewicht 1000 bis 2000 Eier in Laichgruben in den Kiesgrund. Die Eier haben einen Durchmesser von 5 bis 5,5 mm. Geschlüpfte Jungfische wandern im ersten oder zweiten Lebensjahr zurück in die Seen. Die Geschlechtsreife der Fische wird in einem Alter von ca. 4 Jahren erreicht.

Die Seeforelle zwischen 8 und 12 Jahren alt werden.

Seeforellen ernähren sich von Kleintieren, größere Adulte, „Grundforellen“ genannt, auch von Fischen. Wegen des großen Anteils von Krebstieren an ihrer Ernährung ist das Fleisch der Seeforelle rosig und sie wird im handel als Lachsforelle angeboten.

Seeforellen erreichen eine Länge von 40 cm bis 80 cm. Ihr Körper ist langgestreckt, seitlich leicht abgeflacht und hat eine ja nach Wohngewässer unterschiedliche Färbung. Immer sind die meist sehr hellen Flanken mit unregelmäßigen schwärzlichen, gelegentlich auch braunen oder rötlichen Punkten oder Ringen gemustert.

Die Schuppen sind klein, 110 bis 120 Stück zählt man entlang der Seitenlinie, 14 bis 19 zwischen der Seitenlinie und der Fettflosse. Die Schnauze endet stumpf und die Maulspalte reicht bis hinter die Augen. Von den Kiemenreusenstahlen des ersten Kiemenbogens sind die oberen und unteren knopffömig, die mittleren stabförmig. Das Pflugscharbein ist bezahnt. Vier bis sechs Zähne stehen auf der Platte. Auf dem Stiel findet sich vorn eine einfache Zahnreihe, hinten eine doppelte. Die Zähne auf dem Stiel des Pflugscharbeins sind abwechselnd nach rechts oder links gebogen. Ältere Seeforellen sind hochrückiger als junge.

In den Neunzehnfünfzigerjahren zählte die Seeforelle zu den wichtigsten Wirtschaftsfischen der Alpen- und Voralpenseen. Nährstoffbelastungen und Regulierungen der Laich- und Aufstiegsgewässer ließen die oft reichen Bestände verschwinden. In manchen Gewässern führten auch Überfischungen oder falsche Besatzmaßnahmen zum starken Rückgang der in jedem See spezifisch angepassten Art.

Heute hindern vor allem Querbauten die Seeforelle daran, die für die Fortpflanzung nötigen Habitate zu erreichen. Längsverbauungen reduzieren die Gewässerstrukturen, die zur Entwicklung benötigt werden. Die zahlreichen Kontinuumsunterbrechungen, der Besatz mit nicht heimischen Fischarten, und die damit verbundene Verschiebung des Artenspektrums, aber auch unzureichende Bestimmungen der Fischerei sind damit als Hauptgründe anzuführen, weshalb die ökologischen Ansprüche der Seeforelle heute nicht ausreichend abgedeckt werden.

Der Österreichische Fischereiverband sowie die Landesfischereiverbände haben gemeinsam mit dem Bundesamt für Wasserwirtschaft die Seeforelle zum Fisch des Jahres 2013 gewählt.

Quellen: Wikipedia und Eigene

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