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Gewässertemperatur

Die Gewässertemperaturen spielen eine grosse Rolle beim Fischen.

Fische sind Kaltblüter und passen sich der Temperatur des Wassers an. Unter 6 Grad wird die Nahrungsaufnahme stark reduziert und die Fische beginnen träge zu werden. Sie halten sich in Grundnähe auf und schränken ihre Bewegungen stark ein.

Bei Temperaturen über 25 Grad sind die Fische ebenfalls bei der Nahrungsaufnahme beeinträchtigt.

Starke Temperaturstürze sind i.d.Regel nicht hilfreich für den Angler und können die Aktivität der Fische kurzzeitig zum Stillstand bringen. Im Winter können Temperaturanstiege in Frostperioden können hingegen zu guten Fangergebnissen führen. Weiterlesen

Köderfarben und -wahrnehmung im Wasser

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Liebe Spezialisten,

heute möchte ich Euch ein Thema näherbringen, über das wir uns vor dem Angeln Gedanken machen sollten. Bei der Wahl unserer Angelköder können wir nicht ignorieren, daß verschiedene Farben in unterschiedlichen Wassertiefen unterschiedlich wahrgenommen werden. Um unsere Chancen auf gute Fänge zu optimieren sehen wir uns kurz die o.a. Grafik/Tabelle an. (Bitte Bild anklicken)

Man kann erkennen, daß bestimmte Farben in grösseren Tiefen besser zu erkennen sind als andere. Für Angler, die in klassischen Baggerseen mit maximaler Tiefe von ca. 5m fischen, ist die Köderfarbwahl aus meiner Sicht nicht von entscheidender Bedeutung.

Fischen wir jedoch in tiefen Gewässern kommen die o.a. Ergebnisse ins Spiel. Beispielsweise verlieren rote gefärbte Köder ihre Wirkung in Wassertiefen von ca. 5m. In grösseren Tiefen verschwimmt die Farbe Rot zusehends in Richtung blau.

Alle Farben verändern sich tendenziell in Richtung blau-schwarz. Beispielsweise können grüne Köder auch in Tiefen bis 45m noch wahrgenommen werden, bevor sie sich in Richtung bläulicher Farbe “auflösen”.

Besonders beim Renkenfischen in grösseren Tiefen sollte man wissen, wie sich die verschiedenen Nymphenfarben auf die Fängigkeit auswirken können. Die Technik, die Hegene auf und ab zu bewegen führt zu einer höheren Chance, dass der Fisch die Nymphen und deren Farben besser wahrnehmen kann. Reize, die durch glitzernde Fäden ausgelöst werden erhöhen natürlich ebenfalls unsere Fangchancen.

Ist der Himmel bedeckt kann sich das natürlich auch auf unsere Köderfarbwahl auswirken. Als Grundregel gilt: Bei bedecktem Himmel und geringem Lichteinfall sind blaue bis schwarze Köder oft fängiger als andere. Fischen wir beispielsweise mit einem Sbirolino in grosser Tiefe und verwenden dabei Forellenteig, werde ich erfahrungsgemäss dunkleren Teigen der Vorzug geben. An sonnigen Tagen mit viel Licht entscheidet die Wassertiefe bzw. der Fisch, welche Farbe erfolgreicher ist. Sie können mit dunkleren Farben Ihre ersten Fangversuche starten, bevor Sie sich den “Farbigen” hingeben. Sollten Sie in Flachwasserbereichen fischen, dann sind natürliche Farben von Beutefischen zu verwenden.

Jedes Gewässer hat seine Eigenheiten, die es zu erforschen gilt. Experimentieren sowie das  Auswerten der Fangergebnisse sind unerlässlich um “klarer” zu sehen.

Tight Lines!

Annähern an das Gewässer

Tarnung

Liebe Salmonidenfreaks,

bevor wir unseren ersten erfolgreichen Fang starten können, müssen wir uns dem Gewässer nähern. Viele von uns halten es für selbstverständlich, sich dem Gewässer leise und ohne grosses Aufsehen zu nähern. In der Realität können wir jedoch immer wieder beobachten, dass sich einige Angler zu lautstark an das Gewässer bewegen.

Diese Verhaltensweise wird sicher deren Fänge nicht positiv unterstützen, sondern ist hinderlich beim Fischfang.

Vermeidet schweres Getrampel am Gewässer und bewegt Euch lieber langsam fort. Nutzt dafür die natürlichen Deckungen in der Natur (Büsche, Bäume usw.)

Tarnkleidung in grüner und brauner Farbe ist hilfreich. Die Fische haben ein Seitenlinienorgan und können heftige Schritte am Ufer wahrnehmen und flüchten sich verängstigt davon.

Am besten wählt Ihr einen nicht direkt einsehbaren Angelplatz um nicht von den Fischen gesehen zu werden. Achten sehr darauf, dass Euer Schatten nicht direkt aufs Wasser fällt, da der Fisch jede Bewegung des Schattens wahrnehmen wird.

Hier nochmal die wichtigsten Punkte:

  • ruhig annähern
  • Deckungen nutzen
  • Tarnbekleidung
  • unauffälliger Angelplatz
  • auf Schatten achten

 

Tight Lines!

Euer Salmonidenfischer

Angeln nach dem Regen

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Liebe Angler,

heute regnet es mal wieder nach einer extremen Hitzeperiode. Ist das gut zum Fische fangen werden sich einige fragen.

Wie beeinflusst Regen unsere Fische?

Unsere Fische leben im Wasser und benötigen Sauerstoff.

Wenn es tagelang heiss ist, verringert sich der Sauerstoffgehalt im Wasser. Dann weichen die Fische in kältere Zonen am Grund des Gewässers aus. Bei starkem Regen wird das Wasser abgekühlt und mit neuem Sauerstoff durchsetzt. Die Fische werden aktiv und suchen jetzt nach Nahrung. Nach einer gewissen Wartezeit kann sich nun das Angeln für uns lohnen.

Fische sind lernfähig genug um zu wissen, dass bei Regen an Uferzonen immer wieder einiges an Futter ins Wasser fällt, dass sie fressen können. Beispielsweise Insekten, die von Bäumen gespült werden, oder Regenwürmer die ebenfalls im Wasser landen könnten. Besonders unter überhängenden Büschen und Bäumen und an Böschungen kann man nun erfolgreich seine Angel einsetzen.

Nach dem Regen sind die Fische vermutlich am gierigsten, also ist das die Zeit, zu der Sie angeln sollten, wenn es vorher sehr heiss war. Dieser Effekt wird langsam aufgehoben wenn der Regen lange anhält. Nach tagelangem Dauerregen verpufft der Effekt gänzlich und es macht keinen grossen Sinn mehr sich an Regentagen ans Gewässer zu stellen.

Jahreszeiten beim Salmonidenangeln

Jahreszeiten

Hallo liebe Forellenangler,

wenn wir uns einmal die unterschiedlichen Jahreszeiten beim Forellenfischen im Angelweiher betrachten, so ist aus langjähriger Erfahrung folgendes zu beachten:

Im Winter sind die Salmoniden wie alle anderen Fische ebenfalls träger und man hat gute Chancen um die Mittagszeit, da sich die Wassertemperaturen um diese Zeit ein wenig wärmer gestalten als am Morgen bzw. in den Abendstunden. Man findet die Fische nun entweder auf dem Gewässergrund bzw. in den wärmeren Uferregionen. Ich fische mit einer auftreibenden Montage kurz über dem Gewässergrund bzw. mit einem sehr langsam geführten Schleppköder in Grundnähe.

Im Frühjahr ist ein langsamer Anstieg der Wassertemperaturen für die erhöhte Aktivität unserer Fische verantwortlich. Kurz nach der Laichzeit sind die Forellen sehr gefrässig und wir können Sie in den Flachwasserbereichen finden, die sich relativ schnell erwärmen. Hier finden die Fische genügend Nahrung wie z.B. Fischbrut und Insekten. Solange das Wasser noch sehr kalt ist finden wir die Fische in Grundnähe. Als Köder bieten sich nun auch Naturköder wie Bienenmaden besonders gut an, da die Fische auf Proteinsuche sind. Sbirolinotechniken sind ebenfalls so erfolgreich wie das Posenangeln.

Im Sommer müssen wir früh aufstehen um unseren Fisch zu überlisten. Dann sind die Fische aktiver als in den Mittagsstunden. Hier wird die steigende Wassertemperatur für eine Trägheit der Fische sorgen. Die Fische stehen entweder an der Oberfläche und sonnen sich oder wir finden sie ganz in der Tiefe in den kühleren Wasserregionen. Am Abend haben wir wieder bessere Chancen auf einen guten Fisch. Mit Spinnködern und schnellgeführten Fliegen an der Sbirolinoangel kann man in dieser Jahreszeit sehr erfolgreich sein. Das Fliegenfischen gehört hier natürlich immer dazu.

Im Herbst sind die Fische in der Regel in nahezu allen Wasserschichten zu finden, da die Umwälzung der Gewässer gleichmässige Wassertemperaturen erzeugt. Daher ist es nicht ganz einfach die Fische aufzustöbern. Blinkern mit dem berühmten Mepps-Spinner ist ebenso erfolgreich wie das Schleppen von Naturködern am Sbirolino in den verschiedenen Wasserschichten.