Salmonidenstandplätze in stehenden Gewässern

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Nach dem Besatz von Salmoniden in stehenden Gewässern konnte ich immer wieder feststellen, dass sich die Fische im Frühjahr in die Schilfzonen des Gewässers zurückzogen.

D.h. es ist nicht einfach davon auszugehen, dass sich die Fische in die Tiefe zurückziehen, wenn man Sie nicht mehr ausmachen kann.

Mit einem geschulten Blick in die Schilfzonen kann man immer wieder Fische wie Saiblinge in kleineren Gruppen ausmachen. Die Fische verstecken sich hier wie in einer kleinen “Festung”. Habt ein wenig Geduld und bleibt mal ein paar Minuten vor dem Schilfgürtel stehen. Ihr werdet Euch wundern, was da so alles zum Vorschein kommt.

Im Schilf haben die Fische einerseits einen gewissen Schutz vor dem Anglerdruck und andererseits eine gute Chance dem Angriff von Vögeln (Kormoran) zu entgehen. Eine Polbrille erweist Euch hervorragende Dienste die Fische zu finden.

Keep Fishing

Salmonidenfischer

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Michael Bierbaumer / michael-bierbaumer.at

Michael Bierbaumer
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Mein Name ist Michael Bierbaumer. Ich bin Fliegenbinder, Angelguide und Bindekursleiter. Seit Kindesalter bin ich Fischer aus Leidenschaft und seit meinem 12. Lebensjahr Fliegenbinder. Meine große Leidenschaft neben dem Fliegenbinden an sich, gilt der Weitergabe meines über die Jahre gesammelten Wissens, welches ich auch im Rahmen meiner gewerblichen Tätigkeit durchführe. Meine Hauptgewässer an denen ich meinem Hobby und meiner Tätigkeit als Guide nachgehe sind der Stausee Klaus und der Attersee. Über die Jahre habe ich mich vor allem auf Renken, Hechte und Forellen spezialisiert.
Tätigkeit als Fliegenbinder:
Seit Anfang letzten Jahres habe ich einen eigenen Online-Shop in dem ich alle meine selbst erstellten Produkte rund ums Fliegenbinden (Forellenstreamer, Renkennymphen, Forellennymphen, Hecht-, Huchenstreamer) anbiete.
Alle angebotenen Produkte werden von mir selbstständig, auftragsbezogen und in Handarbeit hergestellt. Besonders stolz bin ich auf mein großes Sortiment an Renkennymphen und Renkenhegenen. Dieses Programm enthält zahlreiche Produktneuheiten, wie natürlichste Wasserasseln, Zuckmückenlarven und eine speziell entwickelte Eintagsfliegenlarve (Ephemera Dancia). Mithilfe eines professionellen Fotographen ist es gelungen jedes Detail der Nymphen ersichtlich zu machen. Jedes Jahr, vorzugsweise zur kalten Jahreszeit veranstalte ich auch ein paar Bindekurse zu verschiedenen Themen. (Renkennymphen, Streamer, Trockenfliegen,…)
Tätigkeit als Guide:
Als Angelguide habe ich mich auf zwei Gewässer spezialisiert, den Stausee Klaus und den
Attersee. Der Stausee Klaus ist ein ausgezeichnetes Salmonidengewässer mit sehr gutem
Bestand an Bachforellen, Äschen und Seesaiblingen. Das große Potential des Stausee Klaus wurde insbesondere durch den Fang von Stefan Mair im April 2015 wieder eindrucksvoll gezeigt, als er mit meinem Koppenstreamer „Eye Catcher“ einen gewaltigen Seesaibling mit 82 cm und 7,28kg auf die Schuppen legen konnte. (! Österreichischer Seesaiblingrekord!)
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Gedanken zum Fischen:
Als Angelguide ist es mir natürlich ein großes Anliegen meinen Gästen auch eine Art von
Nachhaltigkeit beim Fischen zu vermitteln. Dies bezieht sich in erster Linie auf den waid-gerechten Umgang mit den Fischen und eine sinnvolle Fischentnahme. Bei meinen
Guidings stelle ich es meinen Gästen frei ob sie einen maßigen Fisch entnehmen möchten
oder nicht. Ich halte nichts von einer festgesetzten Regel, dass während eines Guidings mit mir keine Fische entnommen werden dürfen, zumal diese ja durch den Kauf der Lizenz dieses Recht erworben haben. Gerade Gäste denen es in erster Linie ums Lernen der Techniken an sich geht, lassen die Hechte ohnehin lieber wieder frei. Ich persönlich möchte zum heißdiskutierten Thema „Catch and Release“ noch sagen: Nachdem meine Frau und ich sehr gerne Fisch essen, entnehme ich genau jene Menge die wir brauchen, nicht mehr und nicht weniger. Das sind bei den Fischen die ich unterjährig fange vielleicht 10 Prozent, der Rest wird behutsam wieder in sein Element entlassen.
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So schön der Erfolg beim Fischen ist, eines sollte am Ende jedes Fischertages immer bleiben.
„Die Erkenntnis, Fische zu fangen ist beim Fischen nur die wichtigste Nebensache.“
Petri Heil, Michael
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Forellengebiss

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Hier seht Ihr ein ausgekochtes Forellengebiss. Man sieht die relativ starken Zähne des Fisches, mit denen er seine Beute festhalten kann. Die Zähne des Unterkiefers sind dabei leicht nach innen gewölbt, damit die Beute nicht mehr fliehen kann. Ihr könnt das auch bei versorgen eines Fisches sehr gut testen.

Ihr könnt Euch auch ein Präparat wie auf dem oben zu sehenden Foto machen, indem Ihr den Fischkopf eine zeitlang auskocht und ihn dann mit einer Zahnbürste sehr vorsichtig reinigt. Dabei muss das gesamte Fleisch vom Kopf entfernt werden. Keinesfalls dürft Ihr beim Saubermachen zu grob vorgehen, um keine Zähne aus dem Kiefer herauszubrechen. Nun sind die Kiefer trocken zu lagern.

Sollte der Knorpel herausbrechen, so könnt Ihr ihn mit Superkleber wieder fixieren.

Viel Spass beim Basteln

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Gardaseeforelle – Salmo Trutta Carpio – Lake Garda carpione

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Die Gardaseeforelle (Salmo carpio, Linnaeus 1758) ist eine endemische Forellenart, die im Gardasee (Norditalien) vorkommt. Sie gehört zu den Salmoniden. Die Größe dieses Fisches überschreitet selten 40 cm, das Gewicht liegt maximal bei einem Kilo. Von der Form her ähnelt sie sehr einer jungen Forelle (daher auch ihr deutscher Name). Sie lebt ausschließlich im Gardasee. Gardaseeforellen gehören wie viele Renkenarten zu den Bewohnern der Tiefenzonen und leben überwiegend in Wassertiefen von mehr als 100 Metern. Weiterlesen

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Woran erkennt man ob Fisch frisch ist?

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Fisch ist am besten, wenn er frisch ist!

Woran kann man denn erkennen, ob der Fisch frisch ist?

Egal, ob man einen Fisch im Supermarkt oder von einem Fischhändler auf einem Markt kauft, es gibt Auffälligkeiten, an denen man erkennen kann, ob ein Fisch frisch ist:

Geruch:

  • Frischer Fisch hat keinen beissenden Geruch

 

Anfühlen:

  • Man kann beispielsweise einen Fischhändler oder den Metzger hinter der Theke bitten, einem zu demonstrieren wie sich der Fisch in der Hand verhält. Frischer Fisch ist nicht steinhart aber aber auch nicht zu weich.
  • Im Restaurant sollte man misstrauisch werden, wenn am Fisch schon mit Zitrone bearbeitet wurde. Ein Koch sagte einmal, dass er den Fisch in solch einem Fall sofort zurück geben würde, denn mit Zitrone könne man den Eigengeruch des Fischs überdecken und das würde ein Koch in der Regel machen, wenn der Fisch nicht mehr frisch ist. Er selbst gebe immer ein Stück Zitrone neben den Fisch auf den Teller, damit der Gast bei Bedarf selbst Zitrone über den Fisch träufeln kann.
  • Zudem macht Zitrone den Fisch schneller gar, was in einer Küche nicht immer erwünscht ist. Nichts gegen Zitronenscheiben im Bauch eines Meerfisches, wenn man diesen auf dem Grill zubereitet.
  • Sicherster Garant für frischen Fisch ist, ihn persönlich aus dem Wasser zu ziehen, gut lagern und binnen ein bis zwei Tagen zu verspeisen.

Optik:

  • Frischer Fisch sieht keinesfalls schleimig oder steif aus. Die Frische lässt sich an den Farben des Fisches ablesen. Blasse Farben sind kein gutes Zeichen, hingegen deuten lebendige Farben darauf hin, dass es ein frischer Fisch ist.
  • Die Fischaugen sollten immer klar sein. Finger weg von Fischen mit trüben Augen. (Ausnahme sind gefrorene Fische). Falls möglich, kann man auch die Kiemen-Deckel anheben. Sind die Kiemen rot, so ist es ein frischer Fisch, sind sie blass-rosa, ist der Fisch nicht mehr ganz frisch.

 

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Angelmesser & Tools

Salmonidenfischer benötigen für die Versorgung von gefangenen Fischen sowie zum Umbau von Montagen verschiedene Messertypen. Heute zeige ich Euch, welche Messer und Werkzeuge bei mir in Verwendung sind und wofür ich die einzelnen Dinge einsetze.

1. Fischermesser

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Das Fischermesser benötigt man um den Fisch am Gewässer nach dem Betäubungsschlag ordnungsgemäss zu töten. Das Messer muss eine gute Schärfe besitzen, um die Kiemen durchschneiden zu können. Das Messer sollte möglichst handlich und gut verstaubar sein, um nicht unnötiges Gewicht mit sich herumzuschleppen zu müssen. Nachdem der Fisch nun zubereitet werden muss, kann man das Messer auch dafür verwenden um die Bauchhöhle zu öffnen, um den  Fisch auszunehmen.

Das Messer findet ebenso Verwendung bei der Anbringung von neuen Montagen. Hier muss der Fischer oft überstehende Schnurstücke vom Knoten abtrennen.

Das Messer kann ebenso hilfreich sein, den Angelplatz von störende, Geäst zu befreien.

2. Filetiermesser

Das Filetiermesser wird wie der Name schon sagt beim filetieren des Fisches eingesetzt. Das Messer hat eine sehr scharfe, schmale und spitze Klinge, um die Filets ohne grossen Aufwand aus dem Fisch herauslösen zu können. Es empfiehlt sich bei der Verwendung des Filetiermessers einen Schutzhandschuh zu tragen, um Verletzungen vorzubeugen.

3. Das “Fischertool”

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Als klassisches Werkzeug für die verschiedenen Einsatzgebiete am Wasser verwende ich einen “Leatherman”. In diesem Tool wurden verschiedene Werkzeuge wie Flaschenöffner, Feile, Schere, Messer u.a. integriert. Zudem ist es äusserst platzsparend und von sehr guter Qualität.

4. Der Messerschärfer

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Um am Gewässer gut arbeiten zu können, müssen die eingesetzten Messer immer wieder geschärft werden. Hierzu verwende ich einen Schleifer, der mit Diamant besetzt ist. Eine grobe und eine feine Seite schärfen die Messerklinge sehr gut. Der Messerschärfer kann auch zum Schärfen der Angelhaken verwendet werden. Die rote Fläche ist für den Grobschliff, die grüne für den Feinschliff.

 

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