Strömungsmontage für Köderfische im See

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Liebe “Stellfischfreunde” und “Großforellenjäger”,

heute zeige ich Euch eine Montage, die mir die letzten Tage am Angelsee aufgefallen ist. Die Montage ist insbesondere für Raubfischangler geeignet, die mit totem Köderfischen in Seen angeln, deren Wasser sich unter einer leichten Strömung bewegt. Die permanente Wasserbewegung macht dem klassischen Posenangler immer wieder Probleme. Hier ist eine Lösung, die sich auch der Salmonidenfischer zunutze machen kann:

Was ist zu tun?

1. Man fädelt ein Laufblei (Birnenblei) auf die Hauptschnur

2. Nun wird ein Schnurstopper auf der Hauptschnur angebracht

3. Danach ziehen wir eine Laufpose mit mind. 8 Gramm Tragkraft auf die Hauptschnur

4. Es folgt ein Röhrchen mit ca. 50 cm Länge und geringem Gewicht (Baumarkt)

5. Nun folgt die zweite Laufpose

6. Der Wirbel wird jetzt angebracht

7. Der tote Köderfisch wird mit einem Drilling befestigt und am Wirbel eingehängt. (Stahlvorfach)

Welche Auswirkung hat diese Montage?

  • Mit dem Schnurstopper legt Ihr die Wassertiefe fest, in der der Köderfisch stehen soll.
  • Das Laufblei hält die Montage auf dem Gewässergrund fest, sofern das Gewicht für die Strömungsverhältnisse ausreichend ist.
  • Salmonidenangler können mit dieser Montage auch andere beliebige Köder verwenden, die es im Normallfall an der Pose einfach wegtreiben würde.
  • Das Röhrchen bewirkt, dass der Köder von der Hauptschnur ferngehalten wird. Sofern Ihr die Vorfachlänge kürzer gestaltet ist als die Röhrchenlänge ist ein verheddern praktisch unmöglich.
  • Die Posen geben Euch die Möglichkeit jederzeit die Anbisse zu sehen. Zu beachten ist lediglich die eingeschränkte Möglichkeit einen optimalen Anhieb zu setzen. Hier ist volle Konzentration vom Angler gefordert. Nun kann es sich der Angler gemütlich machen und muss nicht permanent die Montage neu auswerfen, weil die Strömung den Köder weggetrieben hat.
  • Zum Angeln solltet Ihr unbedingt eine lange Rute verwenden um die Montage optimal ausbringen zu können.

 

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Anatolische Forelle (Salmo platycephalus)

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Anatolische Forelle

Die Anatolische Forelle (Salmo platycephalus) ist eine Fischart aus der Familie der Lachsfische (Salmonidae).

Die Anatolische Forelle ist im mittleren Süden der Türkei in den Flüssen Karagöz, Soguksu und Uzunyayla endemisch. Die Art könnte auf ausgesetzte Forellen (Salmo trutta) zurückgehen, mit der die Anatolische Forelle möglicherweise konspezifisch ist. Die Fische sind relativ häufig, gelten aber auf Grund ihres kleinen Verbreitungsgebiets als bedroht.

Anatolische Forellen haben einen breiten Kopf mit stumpfer Schnauze. Sie sind düster braun gefärbt mit hellerem Bauch.

Die Flossen sind groß mit hellen Rändern. Die Rückenflosse weist drei Hart- und 10 Weichstrahlen auf, die Afterflosse drei Hart- und acht Weichstrahlen. Die Brustflossen weisen 14, die Bauchflossen neun Strahlen auf. Das Seitenlinienorgan verläuft durch 109 bis 110 Schuppen. Die Kiemenreuse trägt am ersten Bogen 23 oder 24 Dornen.

Die Art kommt in schnell fließenden Gebirgsflüssen vor. Die Laichzeit liegt im Herbst. Es wird ein Alter von etwa 10 Jahren erreicht.

Quellen: Wikipedia und eigene

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Zittern und Bibbern mit Forellenschmuck

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Tremarella-Technik nennt sich die moderne Fischerei auf Salmoniden.

Dabei wird eine sehr feine, stark schwingende, leichte Tremarella-Rute verwendet, mit deren Hilfe man den Köder mit den verschiedenen “Ketten” durch starke Schwingungen für den Fisch attraktiver machen möchte.

In zahlreichen Tests wurde die Fängigkeit dieser Methode nachgewiesen. In Italien ist die Methode bereits seit Jahren im Einsatz. Im Gegensatz zur “Faulenzermethode”, bei der man lediglich einen Köder an der Pose anbietet, übt die Tremarella-Angelei wegen ihrer Bewegungen des Köders starke Reize auf die Fische aus.

Die oben zu sehenden Ketten bieten dem Angler die Möglichkeit in verschiedenen Wassertiefen zu fischen.

Durch die Bewegungen der Ketten werden auch Geräusche verursacht, die den Fisch an das Füttern mit Pellets erinnern sollen.

Dieser Forellenschmuck (Adlink) ist also durchaus ein interessantes Vehikel um die Methode auszuprobieren.

Viel Spass dabei!

 

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Fliegenglück

Kunstfliegen zum Fliegenfischen gibt es viele. Heute konnte ich glücklicherweise ein paar besonders schöne Fliegen ergattern. Ein befreundeter Angler aus meinem Verein hat sich das Fliegenbinden zum Hobby gemacht. Nachdem ich seine ersten Versuche begutachtet hatte, sagte ich Ihm, dass ich mich auch für paar seiner schönen Arbeiten interessieren würde. Prompt traf ich Ihn heute am Weiher und er zeigte mir seine neuen Kunstwerke. Erstaunlich, wie man in verhältnismässig kurzer Zeit so wunderbare Fliegen binden kann.

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Köcherfliege

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Schwarzer Käfer

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Rehhaarfliege

Vielen Dank an Florian für diese schönen Stücke.

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Salmonidenstandplätze in stehenden Gewässern

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Nach dem Besatz von Salmoniden in stehenden Gewässern konnte ich immer wieder feststellen, dass sich die Fische im Frühjahr in die Schilfzonen des Gewässers zurückzogen.

D.h. es ist nicht einfach davon auszugehen, dass sich die Fische in die Tiefe zurückziehen, wenn man Sie nicht mehr ausmachen kann.

Mit einem geschulten Blick in die Schilfzonen kann man immer wieder Fische wie Saiblinge in kleineren Gruppen ausmachen. Die Fische verstecken sich hier wie in einer kleinen “Festung”. Habt ein wenig Geduld und bleibt mal ein paar Minuten vor dem Schilfgürtel stehen. Ihr werdet Euch wundern, was da so alles zum Vorschein kommt.

Im Schilf haben die Fische einerseits einen gewissen Schutz vor dem Anglerdruck und andererseits eine gute Chance dem Angriff von Vögeln (Kormoran) zu entgehen. Eine Polbrille erweist Euch hervorragende Dienste die Fische zu finden.

Keep Fishing

Salmonidenfischer

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Michael Bierbaumer / michael-bierbaumer.at

Michael Bierbaumer
Unknown
Mein Name ist Michael Bierbaumer. Ich bin Fliegenbinder, Angelguide und Bindekursleiter. Seit Kindesalter bin ich Fischer aus Leidenschaft und seit meinem 12. Lebensjahr Fliegenbinder. Meine große Leidenschaft neben dem Fliegenbinden an sich, gilt der Weitergabe meines über die Jahre gesammelten Wissens, welches ich auch im Rahmen meiner gewerblichen Tätigkeit durchführe. Meine Hauptgewässer an denen ich meinem Hobby und meiner Tätigkeit als Guide nachgehe sind der Stausee Klaus und der Attersee. Über die Jahre habe ich mich vor allem auf Renken, Hechte und Forellen spezialisiert.
Tätigkeit als Fliegenbinder:
Seit Anfang letzten Jahres habe ich einen eigenen Online-Shop in dem ich alle meine selbst erstellten Produkte rund ums Fliegenbinden (Forellenstreamer, Renkennymphen, Forellennymphen, Hecht-, Huchenstreamer) anbiete.
Alle angebotenen Produkte werden von mir selbstständig, auftragsbezogen und in Handarbeit hergestellt. Besonders stolz bin ich auf mein großes Sortiment an Renkennymphen und Renkenhegenen. Dieses Programm enthält zahlreiche Produktneuheiten, wie natürlichste Wasserasseln, Zuckmückenlarven und eine speziell entwickelte Eintagsfliegenlarve (Ephemera Dancia). Mithilfe eines professionellen Fotographen ist es gelungen jedes Detail der Nymphen ersichtlich zu machen. Jedes Jahr, vorzugsweise zur kalten Jahreszeit veranstalte ich auch ein paar Bindekurse zu verschiedenen Themen. (Renkennymphen, Streamer, Trockenfliegen,…)
Tätigkeit als Guide:
Als Angelguide habe ich mich auf zwei Gewässer spezialisiert, den Stausee Klaus und den
Attersee. Der Stausee Klaus ist ein ausgezeichnetes Salmonidengewässer mit sehr gutem
Bestand an Bachforellen, Äschen und Seesaiblingen. Das große Potential des Stausee Klaus wurde insbesondere durch den Fang von Stefan Mair im April 2015 wieder eindrucksvoll gezeigt, als er mit meinem Koppenstreamer „Eye Catcher“ einen gewaltigen Seesaibling mit 82 cm und 7,28kg auf die Schuppen legen konnte. (! Österreichischer Seesaiblingrekord!)
Unknown6
Gedanken zum Fischen:
Als Angelguide ist es mir natürlich ein großes Anliegen meinen Gästen auch eine Art von
Nachhaltigkeit beim Fischen zu vermitteln. Dies bezieht sich in erster Linie auf den waid-gerechten Umgang mit den Fischen und eine sinnvolle Fischentnahme. Bei meinen
Guidings stelle ich es meinen Gästen frei ob sie einen maßigen Fisch entnehmen möchten
oder nicht. Ich halte nichts von einer festgesetzten Regel, dass während eines Guidings mit mir keine Fische entnommen werden dürfen, zumal diese ja durch den Kauf der Lizenz dieses Recht erworben haben. Gerade Gäste denen es in erster Linie ums Lernen der Techniken an sich geht, lassen die Hechte ohnehin lieber wieder frei. Ich persönlich möchte zum heißdiskutierten Thema „Catch and Release“ noch sagen: Nachdem meine Frau und ich sehr gerne Fisch essen, entnehme ich genau jene Menge die wir brauchen, nicht mehr und nicht weniger. Das sind bei den Fischen die ich unterjährig fange vielleicht 10 Prozent, der Rest wird behutsam wieder in sein Element entlassen.
Unknown7
So schön der Erfolg beim Fischen ist, eines sollte am Ende jedes Fischertages immer bleiben.
„Die Erkenntnis, Fische zu fangen ist beim Fischen nur die wichtigste Nebensache.“
Petri Heil, Michael
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